Therapeutische Wirkungen der Ferninfrarotwärme mit 8-10 µm bei rheumatischen Erkrankungen:



Die auf dieser Webseite und in den verschiedenen Artikeln beschriebenen Wirkprinzipien der Ferninfrarot-Strahlen mit 8-10 µm, ergeben nun bei der speziellen Anwendung bei rheumatischen Erkrangungen folgende Anwendungsbereiche und Ergebnisse:



I) In einer Doppeltblindstudie wurden ältere Patienten die unter degenerativer Osteoarthritis an den Knien litten mit Ferninfrarotwärmestrahlen behandelt. Alle Patienten die die Therapie erhielten, berichteten von einer Schmerzlinderung um 50%, und einer spürbaren Verbesserung der Beweglichkeit des Knies, während die Placebogruppe keinerlei Veränderung an ihrem Zustand bemerkte.4)



II) Das US-Amerikanische National Institute of Arthritis and Musculoskeletal and Skin Diseases (NIAMS; eine Unterabteilung des National Institute of Health, NIH) betont, dass Ferninfarotwärme arthritisbedingte Schmerzen und Entzündungen durch verstärkte Durchblutung lindern kann, da die Schmerztoleranz des Patienten maximiert und die Beweglichkeit gefördert wird. Die Behörde weist außerdem darauf hin, dass die Wärmebehandlung nicht von einem Physiotherapeuten durchgeführt werden muss, sondern ohne Risiken zu Hause einsetzbar ist.



III) Die oben zitierte japanische Ärztin Dr. Yamazaki beschreibt in Ihrem umfangreichen Buch folgenden Fall:"Ich behandelte eine 65 jährige Frau, die unter chronischem Rheuma mit starken Schmerzen litt und deformierte Handgelenke und Kniee hatte, mit Fern-Infrarotstrahlen mit 8-10µm Wellenlänge. Ihre Schwellungen verschwanden graduell und die Schmerzen wurden weniger. Auf Grund dieser Erfahrungen kaufte sich die Patientin ein Ferninfrarotgerät und behandelte sich zu Hause selber. Die Symptome kommen und gehen von Zeit zu Zeit, aber der Gesamtzustand hat sich verbessert."1)



IV) Zusammenfassung v. Kapitel 9 aus dem Buch von: Lehmann J.F., M.D:" Therapeutic Heat and Cold"5):

1. Ferninfrarotwärme verbessert die Dehnbarkeit des Kollagengewebes
~ Gewebe das auf 45° Celsius erwärmt wurde, zeigte nach Streckung eine nicht-elastische Verlängerung von ca. 0,5% bis 0,9%, die auch nach Entfernung der Dehnung blieb.

~ Die Dehnung von Gewebe unter Wärmeeinwirkung wäre besonders bei der Arbeit mit Bändern, Gelenkkapseln, Sehnen, Fascien und Gelenkflüssigkeit, die vernarbt, geschwollen oder verkürzt sind sehr hilfreich.

2. Ferninfrarotwärme verringert Gelenksteifigkeit
~ Die ausgeführten Experimente zeigten deutlich, dass Dehnung mit geringer Kraft eine wesentliche, dauerhafte Verlängerung bewirken konnte, wenn Wärme zusammen mit der Streckung und den krankengymnastischen Übungen eingesetzt wurde.
~ Bei 45° Celsius gab es im Vergleich zur Durchführung bei 33° Celsius ein 20 -prozentige Verringerung in der Gelenksteifigkeit eines rheumatoiden Fingers. Dies korreliert mit der subjektiven objektiven Bewertung der veränderung der Steifigkeit.

3. Ferninfrarotwärme lindert Muskelspasmen
~ Es wurde schon lange beobachtet, dass Muskelspasmen durch die Anwendung von Wärme reduziert werden, egal ob sie von skeletalen, Gelenk,- oder neuropathologischen Erkrankungen verursacht werden. Dies rührt von der kombinierten Wirkung der Wärme aud primäre und sekundäre afferente Nerven aus den Spindelzellen und von der Wirkung auf das Gogi-Sehnenorgan.

4. Ferninfrarotwärme bewirkt Schmerzlinderung
~ Schmerz kann durch die Verringerung von begleitenden oder sekundären Spasmen gelindert werden. Oft hängt Schmerz auch mit Ischämie (Blutleere) auf Grund von Verspannungen oder Spasmen zusammen. Hyperämie, durch die Gefässerweiterung ausgelöst durch die Tiefenwärme, kann hier Linderung bringen und den Rückkopplungsmechanismus, in welchem Ischämie zu weiteren Spasmen und somit zu mehr Schmerzen führt, durchbrechen.
~ Es ist bewiesen, dass Ferninfrarotwärme Schmerzempfinden durch direkte Wirkung sowohl auf Nervenenden im Gewebe als auch auf peiphere Nerven verringert.
~ Wärme kann sowohl zu einer erhöhten Endorphinproduktion als auch zu einer Schliessung des sogenannten "Spinal Gate" nach Melack und Wall, führen. Beide Wirkungsweisen lindern Schmerzen.

5. Ferninfrarotwärme verbessert die Blutzirkulation und Mikrozirkulation
~ Die Erwärmung eines Körperteils führt zu reflexmodulierter Gefässerweiterung in entfernten Körperregionen. Wird eine Extremität erwärmt, so erweitern sich auch die Gefässe der gegenüberliegenden Extremität.
~ Ganzkörpererwärmung, mit einer daraus folgenden Erhöhung der Körperinnentemeratur, führt zu erhöhter Durchblutung und Gefässerweiterung direkt in den Kapillaren, Arteriolen und Venülen. Ausserdem wird eine Gefässerweiterung durch eine, vom Hypothalamus verursachten Verringerung des symphatischen Tonus der arteriovenösen Anastomose, ausgelöst.
~ Eine erhöhte periphere Zirkulation unterstützt den Abfluss von Ödemen, was bei Entzündungen, Schmerzbekämpfung und Entgiftungen sehr hilfreich ist.
~ Ferninfrarotwärme wird zunehmend bei Verletzungen des Weichgewebes eingesetzt, um sowohl Linderung bei chronischen oder hartnäckigen "Dauer" - Fällen, als auch beschleunigte Heilung bei neueren Verletzungen zu fördern.
~ Ferninfrarotwärme entspannt das Nervensystem, beruhigt die Muskeln und fördert gesunden Schlaf.
~ Weiterhin wird die Funktion der weissen Blutkörperchen verbessert und somit die Immunreaktion erhöht.
~ Ferninfrarotwärme stimuliert den Hypothalamus, der die Produktion von Neurotransmittern (siehe Stickstoff Monoxid!), welche mit biologischen Prozessen wie Schlaf, Stimmung, Schmerzempfinden und Blutdruck zusammenhängen, steuert.

~ Letztendlich wird einerseits die Versorgung des Bindegewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen andererseits die Entfernung von angesammelten Giftstoffen, verbessert.

Fallbeispiel

Ein 70 jähriger Mann mit rheumatoider Arthritis als Resultat von akutem rheumatischem Fieber. Er hatte die toxische Dosis für Goldinjektionen erreicht. Die Erythrozytensendimaentationsrate ESR war trotzdem bei 125. Nachdem er für weniger als 5 Monate Ferninfrarotwärme benutzte hatte sich der ESR-Wert auf 11 verringert."5)

Ferninfrarotstrahlung aktiviert Enzyme, die die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) anregen
Stickstoffmonoxid ist ein wesentlicher biologischer Botenstoff, der in verschiedenen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielt.
Die Funktion von Stickstoffmonoxid (NO) wurde erst 1991 durch Dr. Salvador Mondada entdeckt.
Dann erhielten drei Pharmakologen, Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad, für Forschungen über die Funktion von Stickstoffmonoxid 1996 den Nobelpreis.

Es gibt mehr als 10.000 klinische Studien über NO. Sie sind in Fachzeitschriften wie American Journal of Hypertension, American Journal of Physiology, Annals of Internal Medicine, Cardiology, Circulation, Hypertension, Journal of the AMA, Journal of Immunology usw. aufgeführt.

Neuere Forschungsergebnisse zeigen, welche Funktionen Stickstoffmonoxid im Körper hat:

1.
"NO (Stickstoffmonoxid) erweitert die Arterien und hilft so, den Blutdruck zu normalisieren. Es regelt den Herzschlag und lässt das Herz schneller oder langsamer schlagen. Dr. Furchtgott fand heraus, dass NO als sogenannter "endothelialer relaxierender Faktor" ursächlich für dieRelaxierung des Herzens ist.
2.
"Freie Radikale wie Stickstoffmonoxid und Hyperoxid werden von den Immunzellen als toxische Abwehrstoffe verwendet, um Viren und Bakterien zu vernichten; freie Radikale werden auch zum Abtöten von Krebszellen eingesetzt. Stickstoffmonoxid spielt also eine wesentliche Rolle im Immunsystem.
3.
Der Körper braucht immer Stickstoffmonoxid, um die Weite der Blutgefäße und damit die Blutzirkulation zu regulieren.
4.
Die ausreichende Menge an Stickstoffmonoxid wirkt sich besonders positiv bei Arthritis, Entzündungen, Lungenerkrankungen und auf das Immunsystem aus.3)

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Fazit:
Ferninfrarotwärmestrahlen mit der Wellenlänge von 8-10µm, als ein Ausschnitt der Wärmestrahlen der Sonne, geben organischen Substanzen auf der Erde vitalisierende und regenerative Impulse. Auch die Wärmestrahlung des menschlichen Körpers entspricht der Frequenz dieser FIR-Strahlen. Durch die aus dieser Entsprechung resultierenden "resonanten Absorbtion" dieser Ferninfrarotstrahlen mit der Wärmestrahlung des menschlichen Körpers, entstehen u.a. Verbesserungen der Gewebs- und Organdurchblutung durch eine erhöhte Mikrozirkulation, eine verstärkte Entgiftungs- und Abwehrleistung des Lymph- und Immunsystems, neuroregulative Veränderungen, und eine erhöhte Enzymaktivität. Diese Auswirkungen der FIR-Strahlen sind die Auslöser für die klinisch beobachteten Therapieerfolge, insbesondere bei rheumatischen und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Durch den verstärkten Metabolismus durch die FIR-Strahlen, wird jegliche medizinische Anwendung - innerlich und/oder äusserlich - nachhaltig unterstützt.

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Quellen:
1) Dr. Toshiko Yamazaki M.D.: "The scientific basis and therapeutic benefits of Far Infrared Ray Therapy", published by Sasaki kyou owner of "The human history and publishing house", May 1987
2) CoMED Magazine Ausgabe 12, 2009: "Wärme heilt" von Peter Jennrich
3) Donald M. McLeod, M.D. & Philip A. White M.D.: "Doctor`s Secrets, The Miracle of Antioxidants",
ISBN 0-9689877-1-0
4) Journal of the American Geriatric Soc. 1992 40:23-26
5) Lehmann JF, M.D.: "Therapeutic heat and cold." 4th edition. Williams & Wilkins Baltimore; 1990.